Idyllische Kreuzfahrt-Ziele an Mittelmeer-Küsten

am 14. September 2016

Elba - eine herrliche Insel, und ein wenig Napoleon

 

Ein Tag auf der Insel Elba. Herrliches Wetter, fast zu warm. Stahlblauer Himmel, türkisfarbenes Meer. Klitzeklein 30 km lang, 5 bis 8 km breit ist die Insel, die zur Toskana gehört. Sie liegt quer im Mittelmeer, also parallel zur französischen Küste.

 

 

Wir landen in Portoferraio, der Hauptstadt der Insel. Am Hafen mieten wir ein Auto und es geht los, einmal rund um die Insel ist das

Vorhaben. Wir fahren zunächst über Hügel und idyllische, sehr gepflegte Dörfer Richtung Campo Nell Elba auf die andere Seite der Insel. Es geht über Hügel und kleine Berge, auch durch sehr trockene Gegenden, es hat wohl schon lange nicht mehr geregnet. Hinter jeder Kurve ein neuen schöner Ausblick auf Landschaft und Meer. Die ersten Feigenbäume locken mit großen reifen Früchten; schade, sie liegen alle an einer der stark befahrenen Straßen Elbas.

 

 

Im Ort ein kleiner Markt. Wie immer in Italien gibt es alles, was man sich vorstellen kann – Obst, Gemüse, Käse, Wurst, ebenso auch Hemden, Socken, Schuhe, Damenwäsche. Wir kaufen ein paar Tomaten, ein Scheibe hervorragenden Käse, ein wenig an Ricotta erinnernd, und ein paar Pfirsiche, für ein kleines Picknick.

 

Weiter geht es zunächst die Steilküste entlang, durch felsige, kargige Landschaft, dann hinein in die Berge. Wir kommen nach Poggia, eines der hübschesten Örtchen auf Elba. Es liegt wunderbar oben auf dem Berg und hat viele zauberhafte Plätze Sträßchen, Ecken und Brunnen. Die kleine Kirche bildet den Mittelpunkt.

 

Rund um die Insel gibt es zahlreiche Sand- und Kiesstrände, die oft mit aufgereihten Liegestühlen und Sonnenschirmen glänzen, fast wie aus dem Bilderbuch.

 

Insel-Strecken sind lang; kaum Distanz überwunden, viele Kurven und Berge gefahren, und nicht sonderlich weit gekommen – gerade eine halbe Inselumrundung haben wir geschafft.

 

 

Wir sind zurück in Portoferraio und wollen zu Fuß noch einen Teil der Festung und die Altstadt erkunden. Gestärkt mit einem leckeren Eis geht es los am Yachthafen vorbei hinein durch den einst einzigen Tor in der Stadtmauer, durch das man in die Stadt gelangen konnte, die Porta del Mar aus dem Jahr 1549. Dahinter große alte Stadthäuser, mehrere Stockwerke hoch, viele aufgereiht in kerzengraden Straßen. Dazwischen riesige, unüberwindbar scheinende Treppen, die immer höher hinaus bis zum Fort führen. Am Hang immer wieder Plätze, eigentlich Aussichtsterrassen mit schönem Blick auf die Stadt.

 

 

Die mittelalterlichen Festungen der Stadt gehen allesamt auf die Medici zurück, aber Napoleon ist mehr allgegenwärtig, obwohl seine Zeit auf Elba mit nur 11 Monaten äußerst begrenzt war. An allen Ecken gibt es Hinweise auf ihn – Museen, Denkmäler, in den Läden Souvenirs, Schnapsflaschen mit Napoleon-Kopf, Süßwaren und mehr. Eher versehentlich waren wir ja schon an der Napoleon-Quelle vorbei gekommen, und tranken klares Napoleon-Wasser. „Aqua Oligominerale Fonte Napoleone“ wird hier in Flaschen gefüllt.

 

 

Wir haben noch etwas Zeit und wollen schwimmen gehen. Wir fahren nochmals los und finden umgeben von Bergketten einen kleinen Kiesstrand mit warmem Wasser und einer Tauchschule, die uns ein bisschen „snorkeling“ ermöglicht. Nicht ganz so bunt wie in der Karibik, aber trotzdem eine wunderbare Unterwasserwelt.

 

Bei uns geht es dann weiter nach Sardinien. Bis zum nächsten Bericht dann beste Grüße

Lydia Häufele und Bernd Jans